Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten (AG BEZ)

Bild Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses

Bild: Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses von 1933

Am 14. Juli 1933 wurde das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (auch bekannt als Erbgesundheitsgesetz) erlassen. Es trat am 01.01.1934 in Kraft. Es war das erste Rassegesetz der Nationalsozialisten. Auf seiner Grundlage wurden bis 1945 etwa 400.000 Menschen, die an einer körperlichen oder geistigen Krankheit litten oder nur im Verdacht einer solchen standen, zwangsweise sterilisiert. Dieser Verdacht genügte, um die Betroffenen in eine Anstalt einzuweisen. Der größte Teil, der durch Meldebögen und Denunziation erfassten Menschen, war nicht erbkrank.

Am 1. September 1939 ordnete Adolf Hitler durch einen persönlichen Erlass den Beginn der bereits geplanten „Euthanasie“ an. In den „Euthanasie“-Gasmordanstalten und anderen Heil- und Pflegeanstalten wurden etwa 300.000 Menschen durch Gas, Medikamente oder gezieltem Verhungernlassen ermordet.

Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Geschädigte als ausgegrenzte NS-Opfer

Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Geschädigte, die durch den nationalsozialistischen Massenmord an Kranken, Behinderten und sozial Stigmatisierten ihre nächsten Angehörigen verloren haben, gehören zu den ausgegrenzten NS-Opfern und sind bis heute nicht den anerkannten NS-Verfolgten gleichgestellt. Sie tragen zudem schwer an dem Vorurteil, sie selbst oder ihre Familien seien „minderwertig“ oder „lebensunwert“ gewesen.

Die Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten (AG BEZ), bis Ende 2009 unter dem Namen Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V. (BEZ) bekannt, setzt sich für die Rehabilitierung der Opfer ein und wendet sich gegen das Vergessen des erlittenen Unrechts.

Mehr Informationen zu uns und den Inhalten dieser Seiten finden Sie ausführlich in der Einführung.


 Neues

08.06.21: Deutschlandfunk-Nova-Beitrag „Euthanasie im NS-Staat: Die Aktion T4“

Am 28.05.21 gab es im Deutschlandfunk Nova einen einstündigen Beitrag aus der Reihe „Eine Stunde History“ zum Thema „Euthanasie im NS-Staat: Die Aktion T4“. Darin kamen diverse Expertinnen und Experten zu Wort, u.a. auch Margret Hamm von der AG-BEZ.

Der Beitrag ist online verfügbar mit diversen Zusatzinfos und auch als Download unter „Podcast- Eine Stunde History“.

» Zum Deutschlandfunk-Nova-Beitrag „Euthanasie im NS-Staat: Die Aktion T4“ mit Zusatzinfos
(Zum Anhören dort kleinen grünen Pfeil links im Bild unter der Überschrift anklicken.)

» Download der Sendung im MP3-Format


27.04.21: Offener Brief: Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Universität Frankfurt am Main muss bleiben und ausgestattet werden – gerade in Zeiten von wachsendem Nationalismus und Rassismus!

Die Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Universität Frankfurt am Main steht offenbar vor dem Aus. Hierzu haben diverse Organisationen und Einzelunterzeichner*innen einen Offenen Brief verfasst, den wir hier veröffentlichen. Er richtet sich an die Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen, Frau Angela Dorn, den Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Enrico Schleiff und die Dekanin des Fachbereiches Erziehungswissenschaften, Prof. Dr. Isabell Diehm.

» Zum Offenen Brief: Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Universität Frankfurt am Main muss bleiben und ausgestattet werden


18.02.21: Zeittafel zur Entschädigungspolitik für Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Geschädigte ergänzt

Ende 2016 haben wir eine umfangreiche Zeittafel zur Entschädigungspolitik für Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Geschädigte von 1953 bis heute veröffentlicht. Diese Zusammenstellung wurde nun ergänzt bezüglich Entschädigungsleistungen ab Januar 2021.

Ab 1. Januar 2021 erhalten alle Zwangssterilisierten sowie betroffene Heimbewohner monatlich 580,- Euro statt bisher 513,- Euro.

Im Februar 2021 lebten noch 49 entschädigungsberechtigte Zwangssterilisierte, im Jahr zuvor waren es 59. Alle beihilfeberechtigten „Euthanasie“-Geschädigten sind verstorben. Im Januar 2018 waren es noch 103 entschädigungsberechtigte Zwangssterilisierte und 1 „Euthanasie“- Geschädigter.

» Zur Zeittafel zur Entschädigungspolitik für Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Geschädigte


24.01.21: Aufruf – Weilmünster: Der Schauplatz von NS-Massenverbrechen darf nicht als Freizeitarena oder Event-Location missbraucht werden

Das Weilburger Tageblatt berichtete am 18.12.2020 von Überlegungen der Gemeinde Weilmünster und der Betreibergesellschaft des dortigen Krankenhauses, auf dem Areal der Vitos-Klinik Wohnraum zu schaffen und dabei auch das Freizeitpotenzial auszubauen. Die Rede ist u.a. von einer Freizeitarena, von Hotellerie und anderen Event-Locations.

Die Unterzeichner eines Aufrufs vom 24.01.21, zu denen auch die AG BEZ gehört, sind bestürzt von solchen Plänen, die die besondere Geschichte der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster“ und ihren Einbezug in die Ermordung von mehr als 6.000 Menschen in der NS-Zeit konterkariert.

Unmittelbar vor dem internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar fordern wir die Verantwortlichen der Gemeinde Weilmünster und der Vitos Weil-Lahn gGmbH auf, von diesen Planungen Abstand zu nehmen und einen würdevollen und angemessenen Gedenkort in die Planungen mit einzubeziehen.

» Zum Aufruf Weilmünster: Der Schauplatz von NS-Massenverbrechen darf nicht als Freizeitarena oder Event-Location missbraucht werden


14.12.20: Deutsche Bischofskonferenz (DBK) zur Triage: Medizinische Allokationsprobleme angesichts der Covid-19-Pandemie in ethischer Beurteilung

Deutsche Bischofskonferenz (DBK)Angesichts der öffentlichen Debatte um mögliche medizinethische Entscheidungskonflikte, wenn infolge der Covid-19-Pandemie die intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten nicht mehr für alle Patienten ausreichen, hat das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz am 8. April 2020 eine Argumentationsskizze erarbeitet. Sie kann den Leserinnen und Lesern helfen, die Problematik auch in ihrer ethischen Gewichtung und Orientierung, zu vertiefen. Sie ist nach wie vor mehr den je aktuell.

» Mehr zur Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz zur Triage


10.11.20: Handreichung zur Neu-/Nachbeurkundung von “Euthanasie“-Opfern

Während der NS-“Euthanasie“ wurden Sterbedaten der Ermordeten in den Tötungsanstalten falsch eingetragen. Die Sterbedaten waren gefälscht, da der NS-Staat durch die Fälschung noch mit der Ermordung der Menschen Gelder erwirtschaftete, die die Angehörigen der Getöteten bezahlen mussten.

W. Heidrich beschwerte sich zu recht (auch bei der Ag-BEZ), dass auf den Internetseiten der Gedenkstätten zu den ehemaligen NS-Tötungsanstalten kein Hinweis für die Angehörigen auf die Möglichkeit einer Neu-/Nachbeurkundung des tatsächlichen Sterbedatums der Ermordeten zu finden sei.

W. Heidrich beschreibt in seiner Handreichung für die Folgegeneration den mühsamen Weg des Herangehens für eine Urkundenänderung. Er gibt Tipps und möchte auch anderen Angehörigen Mut machen, den Weg der Neu-/Nachbeurkundung zu gehen.

PDF-SymbolHandreichung zur Neu-/Nachbeurkundung von “Euthanasie“-Opfern


30.09.20: Gedenkstätten zur Erinnerung an die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen: Stellungnahme zur Triage in der Corona-Pandemie

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben fünf Gedenkstätten zur Erinnerung an die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen ihre Sorge über die Diskussionen über die intensivmedizinische Versorgung von Senior*innen sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen (Stichwort: Triage) in der Corona-Pandemie geäußert.

In der Stellungnahme vom 13.07.20 erinnern die unterzeichnenden Gedenkstätten an Abwertung, Ausgrenzung und Ermordung von Menschen im Nationalsozialismus. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Vermittlung der Geschichte dieser (Medizin-)Verbrechen.

» Mehr zur Stellungnahme der Gedenkstätten zur Diskussion um Triage


25.08.2020: Bethelforschung 2020

Krankenmorde im Kinderkrankenhaus »Sonnenschein« in Bethel in der NS-Zeit?Im Juli 2020 ist das Buch von Claus Melter (Hrsg.), „Krankenmorde im Kinderkrankenhaus „Sonnenschein“ in Bethel in der NS-Zeit? Forschungen zu Sozialer Arbeit, Medizin und „Euthanasie““ im Verlag Beltz Juventa, Weinheim erschienen.

Darin findet sich u.a. ein Aufsatz zu den toten Säuglingen (Barbara Degen), zur Arbeit der Forschungsgruppe Melter und Studierende an der Fachhochschule Bielefeld, zur NS-Chronologie, zu den Diakonissen (Sevim Dik), zu Eben-Ezer in Lemgo (Frank Konersmann), Deportationen aus Bethel (Claus Melter), Kinderfachabteilungen (Lutz Kaelber, Gudrun-Silberzahn-Jandt), zu „unerwünschten Forschungen“ (Ingo Harms) und Lücken der Forschung aus der Sicht von Betroffenen (Margret Hamm).

Das Buch wurde am 22. Juli 2020 im Anne-Frank-Zentrum, Frankfurt/Main in einem Online-Seminar vorgestellt. Die Seminar-Aufzeichnungen finden Sie nachfolgend.

Außerdem gibt es einen Vortrag als PDF-Download:

PDF-SymbolDie toten Säuglinge 1933 – 1950 in Bethel und an anderen Orten – Aktueller Forschungsstand und Rechtsgrundlagen
Barbara Degen
Vortrag bei der Vorstellung des Buches: Krankenmorde im Kinderkrankenhaus „Sonnenschein“ in Bethel in der NS-Zeit? Forschungen zu Sozialer Arbeit, Medizin und „Euthanasie“, hrsg. von Claus Melter am 22. Juli 2020 im Anne-Frank-Zentrum Frankfurt/Main
6 Seiten, PDF-Format

Aufzeichnung Online-Seminar „Pädagogik und Krankenmorde im Nationalsozialismus“ an der Bildungsstätte Anne Frank vom 22. Juli 2020 in Frankfurt am Main

Teil 1: Dr.in Z. Ece Kaya und Marie Triebe: Pädagogik und Krankenmorde im Nationalsozialismus

– Vortrag von Dr.in Z. Ece Kaya zu Kolonial(rasistischen)en Vorstellungen in der NS-Pädagogik.
– Vortrag von Marie Triebe zur Rolle der Hilfsschulen in Bezug auf die NS-Krankenmorde.
– Es folgt eine Diskussion mit den Teilnehmenden

» Zum Video Teil 1 auf Youtube

Teil 2: Sevim Dik und Dr.in Barbara Degen zu Pädagogik und Krankenmorde im Nationalsozialismus

– Vortrag Sevim Dik zur Rolle der Diakonissen in Bethel im Nationalsozialismus
– Vortrag Dr.in Barbara Degen zur Frage von Säuglingstötungen im Kinderkrankenhaus „Sonnenschein“ in Bethel in der NS-Zeit
– Es folgt eine Diskussion mit den Teilnehmenden

» Zum Video Teil 2 auf Youtube

Teil 3: Prof. Dr. Claus Melter und Abschluss-Diskussion. Pädagogik und Krankenmorde im Nationalsozialismus in Bethel.

– Vortrag Claus Melter zur Frage Krankenmorde im Kinderkrankenhaus „Sonnenschein“ in Bethel in der NS-Zeit
– Danach die von Benjamin Ortmeyer moderierte Abschluss-Diskussion mit Z. Ece Kaya, Marie Triebe, Sevim Dik, Barbara Degen und Claus Melter

» Zum Video Teil 3 auf Youtube


04.08.20: Anregung zum Widerspruch zur Namensnennung

Die Position der AG-BEZ zur Veröffentlichung von Namen ermordeter oder zwangssterilisierter Angehöriger wird von vielen Unbeteiligten belächelt oder abgelehnt.

Wir stehen nach wie vor zu unserer 2017 formulierten Position – auf dieser Internetseite hier nachzulesen (PDF-Dokument) – und möchten Angehörige ermutigen, wenn sie eine Veröffentlichung nicht möchten, zu widersprechen.

Dazu ein erfolgreiches Beispiel aus der Praxis:

PDF-SymbolSchriftwechsel zur Nennung von Euthanasie-Opfernamen


Frühere Meldungen

 Veranstaltungen

Wanderausstellung über NS-Eugenik in Hagen, 23.08. – 16.12.2021

Plakat "Behinderung im Wandel der Zeit - Verfolgung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in Hagen"Der Projektkurs Geschichte des Rahel-Varnhagen-Kollegs (Leitung: Lehrer Pablo Arias und Rudolf Steffens) hat zusammen mit dem Caritasverband Hagen und der Fachhochschule Dortmund die Ausstellung „Behinderung im Wandel der Zeit – Verfolgung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in Hagen“ organisiert.

Die Ausstellung wird am 23.08.2021 um 14.00 Uhr in der Ev. Johanneskirche am Markt in Hagen eröffnet und geht bis 31.08.2021.

Im ersten Teil der Ausstellung wird die Verfolgung von Menschen mit Behinderung und Kranken in Hagen während der NS-Diktatur untersucht. Sie wurden als „Erbbelastete“, „Minderwertige“ und Kostenfaktor betrachtet. Ca. 1000 Hagener wurden zwangssterilisiert oder zur Abtreibung gezwungen, mehr als 300 ermordet. Die Überlebenden hatten mit lebenslangen Folgen zu kämpfen. Die Ausstellung zeigt bewegende Opferbiographien und nennt auch einige der Täter.

Im zweiten Teil der Ausstellung wird die Situation von Menschen mit Behinderung heute thematisiert.

Der Eintritt ist kostenlos. Aufgrund der Corona-Bestimmungen kann es beim Einlass zu Wartezeiten kommen.

23.08. – 31.08.2021
Ausstellung in der Johanniskirche
Johanniskirchplatz 10
58095 Hagen

Öffnungszeiten: Di u. Do 14 – 18 Uhr, Sa 10 – 13 Uhr

Eröffnung am 23.08.2021 um 14.00 Uhr

Weitere Termine:

1.9. (Mi.) – 13.9. (Mo.) Albrecht-Dürer-GYM
13.9. (Mo.) – 16.9. (Mi.) FH-Dortmund
16.9. (Do.) – 24.9. (Fr.) Theodor-Heuss-GYM
24.9. (Fr.) – 1.10. (Fr.) GYM Hohenlimburg
1.10. (Fr.) – 12.10. (Di.) Ev. Pauluskirche (Wehringhausen)
12.10. (Di.) – 25.10. (Mo.) Ort noch ungeklärt, womöglich Sparkasse Wetter
25.10. (Mo.) – 2.11. (Di.) Herdecke, Ev. Stiftskirche St. Marien
2.11. (Di.) – 15.11. (Mo.) Emscherschule (DO-Aplerbeck)
15.11. (Mo.) – 22.11 (Mo.) Fichte GYM
22.11. (Mo.) – 29.11. (Mo.) Jugendzentrum Heilig-Geist-Gemeinde, HA-Emst
29.11. (Mo.) – 6.12. (Mo.) Hildegardisschule
6.12. (Mo.) – 16.12. (Do.) Finissage: Rahel-Varnhagen-Kolleg

Mehr Informationen: www.behinderung-im-wandel.de


 Aktuelle Bücher / Fachartikel

Neue Ausgaben des Newsletter Behindertenpolitik

Newsletter Behindertenpolitik, Beilage zu Bioskop
 

Hier gibt es die Ausgaben des „Newsletter Behindertenpolitik“, Beilage der Zeitschrift „Bioskop“, vollständig ab 2018. Darin sind immer wieder lesenswerte Beiträge zu aktuellen themenrelevanten Debatten zu finden. Diese gibt es rückwirkend ab 2008.

» Zum Newsletter Behindertenpolitik


Ohne sinnen gestorbenIch bin ohne Sinnen gestorben
Leben und Leid der Rosa Schillings

Von Gabriele Lübke
Verlag: Marta Press
Erscheinungsjahr: 2021
Taschenbuch: 224 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-944442-96-9

Zum Inhalt
Im Nationalsozialismus töteten die Nazis und ihre Anhänger*innen zwischen 1939 und 1945 rund 300.000 Menschen, die psychisch erkrankt oder behindert waren, davon etwa 15.000 in Hadamar. Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 1941 wurden 10.122 Menschen in der Gaskammer von Hadamar ermordet. Eine von ihnen war Rosa Schillings, geboren 1899, deren Lebensweg in diesem Buch geschildert wird.
Die Autorin Gabriele Lübke, Jahrgang 1959, die zugleich die Enkelin von Rosa ist, zeichnet das Leben von Rosa nach und nähert sich so ihrer Großmutter an, die sie nicht mehr kennenlernen konnte. Familiäre Überlieferungen, Schriftstücke, Briefe und Rosas Krankenakte dokumentieren in dem Buch, wie leicht es den Nazis durch ihre rassistische und menschenfeindliche Ideologie gelungen war, die Gesellschaft zu spalten und – ihren Definitionen nach „unwertes“ – Leben von Millionen Menschen zu vernichten.

Ausführliche Infos und Bestellmöglichkeit beim Verlag


Eigensinn, Verweigerung, Verfolgung – Düsseldorfer Anthroposophen im Nationalsozialismus, von Volker van der LochtPDF-SymbolEigensinn, Verweigerung, Verfolgung – Düsseldorfer Anthroposophen im Nationalsozialismus
Von Volker van der Locht
aus Düsseldorfer Jahrbuch, Beiträge zur Geschichte des Niederrheins, 91. Band,
Herausgegeben vom Düsseldorfer Geschichtsverein
Klartext Verlag GmbH, Essen, Juli 2021
(Sonderdruck, 34 Seiten, PDF-Format, 5,5 Mb)
Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors.


Der Heilpädagoge Herbert Müller in Eben-Ezer- Biographie eines Schul- und Anstaltsleiters (1906-1968)Der Heilpädagoge Herbert Müller in Eben-Ezer
Biographie eines Schul- und Anstaltsleiters (1906-1968)

von Frank Konersmann (Autor)
Herausgeber: Verlag für Regionalgeschichte, 1. Auflage (15. November 2019)
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 256 Seiten, 40 Abbbildungen
ISBN: 978-3739511689

Zum Inhalt:
Der Volks- und Hilfsschullehrer Herbert Müller (1906-1968) war ab 1928 als Lehrer, Erzieher und Pfleger in der Heil- und Pflegeeinrichtung Eben-Ezer in Lemgo tätig: ab 1932 als Leiter der Anstaltsschule, von 1939 bis bis zu seinem Tod 1968 als Anstaltsleiter. Das von ihm geprägte heil- und sonderpädagogische Profil der Anstalt erfuhr während des NS-Regimes gravierende Änderungen.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeit beim Verlag


Buchcover Unerhörte Geschichte, Frei - aber verpöntUnerhörte Geschichte
Frei – aber verpönt
Von Barbara Stellbrink-Kesy
Verlag: Verlag am Turm
Erscheinungsdatum: Dezember 2020, 1. Auflage
412 Seiten, 59 Abb., Paperback
ISBN: 978-3-945130-16-2

Zum Inhalt und zur Bestellmöglichkeit


Versandung. Annäherung an eine einzige gesprochene AndeutungVersandung. Annäherung an eine einzige gesprochene Andeutung
Von Andreas Burmester
Verlag: Vergangenheitsverlag Berlin
Erscheinungsdatum: November 2020, 1. Auflage
248 Seiten, 36 Abb., 2 Karten, Paperback
ISBN: 978-3-86408-260-3

Zum Inhalt und zur Bestellmöglichkeit


Buchvover Zwangssterilisation und „Euthanasie“ im Erinnern und ErzählenZwangssterilisation und „Euthanasie“ im Erinnern und Erzählen
Biografische Interviews mit Betroffenen und Angehörigen
Lars Polten
Studien zur Volkskunde in Thüringen, Band 10
Verlag: Waxmann Verlag, November 2020
379 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-8309-4277-1

Zum Inhalt und zur Bestellmöglichkeit


StreitPDF-SymbolDer patriarchale Kern im Recht des Nationalsozialismus – am Beispiel von Zwangsabtreibungen, Zwangssterilisationen und Kindermorden
Barbara Degen
STREIT – Feministische Rechtszeitschrift, 03/2020
(11 Seiten im PDF-Format)
Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Autorin und STREIT – Feministische Rechtszeitschrift


Krankenmorde im Kinderkrankenhaus »Sonnenschein« in Bethel in der NS-Zeit?Krankenmorde im Kinderkrankenhaus »Sonnenschein« in Bethel in der NS-Zeit?
Forschungen zu Sozialer Arbeit, Medizin und »Euthanasie«
Claus Melter (Hrsg.)
Verlag: Beltz Juvent
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2020
308 Seiten broschiert
ISBN: 978-3-7799-6187-1

Zum Inhalt:
Soziale Arbeit, Gesundheitsämter, Medizin und Pflege waren an der Erfassung, Verfolgung, Zwangssterilisierung und Tötung von als »krank« oder »behindert« angesehenen Menschen im Nationalsozialismus beteiligt. Was können wir aus der Einteilung in »lebenswertes« und »lebensunwertes« Leben für heute lernen? Wie kann sich an die getöteten Kinder in den mehr als dreißig so genannten »Kinderfachabteilungen« erinnert werden? Welche Forschungsergebnisse gibt es zu den überproportional gestorbenen Säuglingen im Kinderkrankenhaus »Sonnenschein« in Bethel in der NS-Zeit? Zu diesen Fragen liefert das Buch aktuelle Antworten.

PDF-SymbolInhaltsverzeichnis und Leseprobe (PDF-Format)

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Vergessen Opfer, Hagener Geschichtshefte Nr. 8Vergessene Opfer
NS-Euthanasie in Hagen
Pablo Arias Meneses
Hagener Geschichtsverein
Hagener Geschichtshefte Nr. 8

Herausgeber: Hagener Geschichtsverein e.V.
1. Auflage 2019
ISBN: 987-3-00-062356-1

Zum Inhalt:
Mehr als 300.000 Menschen mit Behinderung und Kranke wurden in der NS-Zeit ermordet, 300 von ihnen allein aus Hagen, darunter auch Kinder. Anhand von Archivmaterial aus ganz Deutschland wird das tragische Schicksal dieser Hagener rekonstruiert.

Hinweis: Das Buch kann nur direkt beim Hagener Geschichtsverein oder bei einzelnen Hagener Buchhandlungen zum Preis von 12 € bestellt werden.


Vergessene NS-Opfer, Hagener Geschichtshefte Nr. 9Vergessen NS-Opfer
Zwangssterilisierung in Hagen
Rainer Stöcker
Hagener Geschichtsheft Nr. 9

Herausgeber: Hagener Geschichtsverein e.V.
Selbstverlag, Hagen 2019
ISBN 978-3-00-063628-8

Zum Inhalt:
Aufgrund des „Erbgesundheitsgesetzes“ von 1933 wurden in Nazi-Deutschland rund 350.000 Menschen zwangssterilisiert. In Hagen waren etwa 1000 Personen betroffen, zumeist die Ärmsten der Armen. In einem höchst zweifelhaften Verfahren als „erbkrank“ eingestuft, hatte man ihre „Unfruchtbarmachung“ angeordnet. Nicht wenige versuchten ihrem Schicksal zu entgehen. Vergeblich! Einmal erfasst und außerhalb der „Volksgemeinschaft“ gestellt, gab es kein Entrinnen. Nach 1945 blieb den Opfern die Anerkennung verwehrt. Die Täter kamen ungeschoren davon und setzten ihre Karriere fort.

Hinweis: Das Buch kann nur direkt beim Hagener Geschichtsverein oder bei einzelnen Hagener Buchhandlungen zum Preis von 12 € bestellt werden.



Buchcover AusgegrenztAusgegrenzt! Warum?
Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-„Euthanasie“ in der Bundesrepublik Deutschland
Margret Hamm (Hrsg.)

Metropol-Verlag; 1. Auflage (Mai 2017)
Taschenbuch: 240 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3863313357

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