Buchempfehlungen / Literatur zum Thema Euthanasie und Zwangssterilisierung

Geschichtlicher Hintergrund

Stand 22.02.17

Hier finden Sie eine Auswahl an Büchern / Literatur mit geschichtlichen Hintergründen zum Thema Euthanasie und Zwangssterilisierung. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird demnächst weiter ergänzt.

Buchcover Lebensunwert - zerstörte Leben: Zwangssterilisation und EuthanasieLebensunwert – zerstörte Leben: Zwangssterilisation und „Euthanasie“
von Margret Hamm (Herausgeberin)

Verlag: VAS-Verlag für Akademische Schriften
Broschiert: 254 Seiten
Auflage: 3., unveränd. Aufl. (Dezember 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3888643910
ISBN-13: 978-3888643910

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Cover PDF Transitional Justice, Political Temporality and the Injuries of Normality
Braun, Kathrin (2017)
IPW Working Papers No. 1/2017, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien


Cover Der halbierte Rechtsstaat
Demokratie und Recht in der frühen Bundesrepublik und die Integration von NS-Funktionseliten
Herausgegeben von Sonja Begalke, Dr. Claudia Fröhlich und Dr. Stephan Alexander Glienke
Mit Beiträgen von: Sonja Begalke, Kathrin Braun, Susanne Benzler, Oliver Freise, Kerstin Freudiger-Utke, Claudia Fröhlich, Stephan Alexander Glienke, Jens Gundlach, Svea L. Herrmann, Ulrike Homann, Axel von der Ohe, Christian Ritz, Dirk Schmaler, Christopher R. Tenfelde, Klaus Wallbaum und Irmtrud Wojak.

Verlag Nomos, 2015
367 Seiten, brosch.
ISBN 978-3-8487-0151-3

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CoverKommunen und NS-Euthanasie“: Zwischenbilanz im Fall Teupitz“ sowie Beitrag über eine Einzelfallentscheidung zu § 66 Personenstandsgesetz (PStG)
Von Peter Josef Belli

Taschenbuch: 48 Seiten
Verlag Matthias Herrndorff (15. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940386308

Ausführliche Infos beim Verlag


PDF „Ich muss Sie daher weiter um Geduld bitten.“ – Der lange Weg zur Anerkennung des Opferstatus der Geschädigten des nationalsozialistischen „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“
Masterarbeit „Master of Education“ Lehramt an Gymnasien an der Georg-August-Universität Göttingen
Vorgelegt am 5.3.2012 von Franziska Frome-Ziegler
Hinweis: Hier gibt es nur das Inhaltsverzeichnis. Die Arbeit als Volltext kann über die Fernleihe der Georg-August-Universität Göttingen ausgeliehen werden.


coverAnerkennungskämpfe
Die Nachgeschichte der nationalsozialistischen Zwangsterilisation in der Bundesrepublik
Henning Tümmers

Verlag: Wallstein (Oktober 2011)
Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8353-0985-2

Kurztext (Verlagsinfo)

Der jahrzehntelange Kampf um die Anerkennung eines Medizinverbrechens.

Etwa 360.000 Männer und Frauen wurden im »Dritten Reich« zwangssterilisiert. Henning Tümmers untersucht die Nachgeschichte dieser historisch beispiellosen »Erbgesundheitspolitik« und schildert den Kampf der Betroffenen um die Anerkennung ihres Leids.

Im Zentrum der Studie stehen die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Frage, ob die Zwangssterilisationen ein »typisch nationalsozialistisches« und damit entschädigungsfähiges Unrecht waren. Der Autor zeigt, wie sehr das Fortwirken rassenhygienischen Denkens in der Bundesrepublik noch bis in die achtziger Jahre die Anerkennung und Entschädigung der Opfer behinderte. Mediziner und Juristen waren dabei die entscheidenden Experten, und viele von ihnen waren einst die tragenden Säulen der nationalsozialistischen Sterilisationspolitik. Wovon waren ihre Entscheidungen abhängig? Welche Faktoren beeinflussten über ein halbes Jahrhundert hinweg die Entschädigungsgesetzgebung? Über welche Handungsspielräume verfügte das Personal der Wiedergutmachung? Henning Tümmers macht die Möglichkeiten und Grenzen einer Gesellschaft deutlich, die im Prozess ihrer inneren Demokratisierung erst lernen musste, das Unrecht anzuerkennen, das an den Zwangssterilisierten begangenen worden war.

Über den Autor
Henning Tümmers, geb. 1977, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Eberhard Karls Universität Tübingen.


PDF Der Geist des Gesetzes: Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses und der Umgang mit den Opfern in der Bundesrepublik
Herrmann, Svea Luise & Braun, Kathrin (2010)
In: Kritische Justiz 2010 Heft 3, dort als PDF-Text abrufbar


PDF Zwangssterilisation und Euthanasie in Essen
von Volker van der Locht
101 Seiten (1,2 MB)

Der Aufsatz „Zwangssterilisation und Euthanasie in Essen“ von Volker van der Locht ist erschienen in:
Essener Beiträge – Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, 123. Band 2010
Klartext Verlag, Essen 2010

Der Beitrag wird hier von der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten (AG BEZ) online veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers und des Autors.


coverZwangssterilisation im Nationalsozialismus
Studien zur Rassenpolitik und Geschlechterpolitik
Von Gisela Bock

Verlag: Monsenstein und Vannerdat, MV-Wissenschaft
Softcover, 502 Seiten
Auflage: 2. Aufl. Mai 2010, Nachdruck der Erstausgabe von 1986
ISBN: 978-3-86991-090-1
Sprache: Deutsch

Zum Inhalt:
Die Sterilisationspolitik des Nationalsozialismus war Bestandteil seiner umfassenderen Rassenpolitik: Rassismus als Politik der ›Ausmerzung‹ von ethnisch und eugenisch „Minderwertigen“ zum Zweck der „Aufartung“. Sie war auch Bestandteil seiner umfassenderen Frauenpolitik, denn diese bestand nicht so sehr in einer Geburtenförderung oder einem Mutterkult, sondern vor allem in staatlicher Geburtenverhinderung, konzipiert als „Primat des Staates auf dem Gebiet des Lebens“. Im Zweiten Weltkrieg führte dieser „Primat“ zur Politik des Massenmordes und zu neuen Methoden des „Geburtenkriegs“. Die Arbeit behandelt Entstehung, Programm und Realisierung, Akteure und Opfer der Sterilisationspolitik und untersucht insbesondere ihre Bedeutung für Frauen und die Verschränkung der nationalsozialistischen Politik gegenüber „fremden Rassen“ und dem „anderen Geschlecht“.

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CoverabbildungVerschwiegenes Leid
Der Umgang mit den NS-Zwangssterilisationen in der Bundesrepublik Deutschland
Stefanie Westermann

Verlag: Böhlau-Verlag
Hardcover, 343 Seiten
Auflage: 1. Aufl. 2010
ISBN: 978-3-412-20562-1
Sprache: Deutsch

Zum Inhalt:
Im Nationalsozialismus wurden 300.000 bis 400.000 Menschen zwangssterilisiert. Am Beispiel der Wiederaufnahmeverfahren von Erbgesundheitsprozessen in der Bundesrepublik zeigt das Buch auf, dass auch in der Nachkriegszeit noch eugenisches Gedanken­gut verbreitet war und dass eine von Juristen und Medizinern in Anspruch genommene Definitionshoheit über Lebensentwürfe von Zwangssterilisierten bis in die 1980er Jahre hinein herrschte. Darüber hinaus werden die Perspektive der Opfer sowie das lebenslange Leiden der Betroffenen an dem Eingriff, aber auch an dem gesellschaftlichen Umgang mit ihnen in der Bundesrepublik Deutschland skizziert.

Autoreninfo:
Dr. phil. Stefanie Westermann arbeitet am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen.

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Ergänzend dazu eine ausführliche Besprechung im Deutschen Ärzteblatt:

Medizingeschichte: „Trag ich bis ans Lebensende dieses Mahnmal, eine Gezeichnete“
Westermann, Stefanie
Eugenisches Denken und die Leiden der NS-Zwangssterilisierten nach 1945
Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(11) 18.03.11


CoverabbildungStaat, Macht und ärztliche Berufsausübung 1920–1956
Gesundheitswesen und Politik: Das Beispiel Saarland
Gisela Tascher

Verlag: Ferdinand Schöningh, Paderborn u.a.
435 Seiten
Auflage: 1. Aufl. 2010
ISBN: 978-3-506-76920-6
Sprache: Deutsch

Ausführliche Informationen auf der Verlagsseite

Ergänzend dazu eine ausführliche Besprechung im Deutschen Ärzteblatt:

Geschichte: Machtpolitische Gesichtspunkte
Kühl, Richard
Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(11) 18.03.11


Ausgrenzung der Opfer – Eingrenzung der Täter
Andreas Scheulen
Berliner juristische Universitätsschriften, Grundlagen des Rechts, Band 24,
Verlag: Bwv – Berliner Wissenschafts-Verlag
293 Seiten
Auflage: 1. Auflage, 2002
ISBN: 978-3-8305-0299-9
Sprache: Deutsch

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Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens
Ihr Maß und ihre Form (1920)
Karl Bindin / Alfred Hoche
Mit einer Einführung von Wolfgang Naucke

Verlag: Bwv – Berliner Wissenschafts-Verlag (2006)
Juristische Zeitgeschichte, TB Band 1
Broschiert: 132 Seiten
ISBN: 978-3-8305-1169-4
Sprache: Deutsch

Ausführliche Informationen auf der Verlagsseite


Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1949
Mit einer Topographie der NS-Psychiatrie
Heinz Faulstich

Verlag: Lambertus Verlag, Freiburg im Breisgau
Auflage: 1. Auflage, August 1998
Kartoniert/Broschiert, 756 Seiten
ISBN: 978-3-7841-0987-9
Sprache: Deutsch


CoverabbildungGesundheitsämter im Nationalsozialismus
Rassenhygiene und offene Gesundheitsfürsorge in Westfalen 1900-1950
Johannes Vossen
Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens, Band 56

Verlag: Klartext Verlag
Erscheinen: 2001
536 Seiten
ISBN: 978-3-88474-984-5
Sprache: Deutsch

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coverTäter
Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden
Harald Welzer

Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Broschiert: 336 Seiten
Auflage: 4. Auflage, August 2007
ISBN: 978-3-596-16732-6
Sprache: Deutsch

Ausführliche Informationen auf der Verlagsseite


cover Fragwürdige Medizin
Unmoralische Forschung in Deutschland, Japan und den USA im 20. Jahrhundert
Gernot Böhme (Hg.), William R. LaFleur (Hg.), Susumu Shimazono (Hg.)

Verlag: Campus Verlag Frankfurt New York 2008
Reihe Kultur der Medizin, Geschichte Theorie Ethik, Band 23
302 Seiten
Auflage: 2008
EAN 9783593385822
Sprache: Deutsch

Verlagsinfo:

Nicht nur im nationalsozialistischen Deutschland, auch in Japan und den USA gab es im 20. Jahrhundert medizinische Verbrechen. In diesem Band entwickeln erstmals deutsche, US-amerikanische und japanische Forscher eine Gesamtperspektive auf diese fragwürdige Medizin. Dazu zählen etwa Humanexperimente der japanischen Armee in China und der Mandschurei, US-amerikanische Biowaffentests oder aber Versuche mit Radioaktivität zu Beginn des Kalten Krieges. Sie zeigen, welche Denkweisen und Ideologien diese medizinischen Verbrechen möglich machten oder sie gar rechtfertigten. Der Blick zurück ist die Voraussetzung dafür, unmenschliche Entwicklungen in der medizinischen Forschung künftig zu verhindern.

Ausführlichere Informationen auf der Verlagsseite


Tatkomplex: NS-Euthanasie
Die ost- und westdeutschen Strafurteile seit 1945 (2 Bände)
Hg. Von Dr. Dick de Mildt

Verlag: Amsterdam University Press
Gebundene Ausgabe: 1796 Seiten
Auflage: 2009
ISBN: 978-90-8964-072-7
Sprache: Deutsch

Siehe ergänzend eine Rezension:

NS-„Euthanasie“: Sämtliche Strafurteile seit 1945
Jachertz, Norbert
Dtsch Arztebl 2009; 106(26): A-1368 / B-1163 / C-1135 vom 26. Juni 2009


Die Ermordung der Geisteskranken in Polen 1939-1945 / Zaglada chorych psychicznie w Polsce 1939 – 1945
Zdzislaw Jaroszewski (Hg.)

Verlag: Polnische Gesellschaft für Psychiatrie, Wissenschaftlicher Ausschuss für die Geschichte der Polnischen Psychiatrie, Warschau 1993
Hier: Paranus Verlag
249 Seiten, zahlreiche Fotos und Abbildungen
ISBN 978-3926200945
Sprache: Zweisprachig Polnisch / Deutsch
Zusammenfassung zusätzlich in Englisch und Französisch

Ausführliche Informationen auf der Verlagsseite


Psychiatrie und Gesellschaft in der Moderne
Geisteskrankenfürsorge in der Provinz Westfalen zwischen Kaiserreich und NS-Regime
Bernd Walter
Forschungen zur Regionalgeschichte Band 16

Verlag: Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1997
Gebunden: 1046 Seiten
ISBN: 978-3-506-79588-5
Sprache: Deutsch