Stand: 18.08.17

Nachfolgend finden Sie hier einige Adressen zum Thema „Euthanasie“ und Zwangssterilisierung. Falls Sie weitere Hinweise für diese Rubrik haben, bitten wir um kurze Mitteilung.

E-Post: webmeister(at)ag-bez.de

Adressen zum Thema „Euthanasie“ und Zwangssterilisierung

  1. Ehemalige Gasmordanstalten (T4)
  2. Weitere Gedenkstätten zum Thema „Euthanasie“ und Zwangssterilisierung
  3. Weitere Gedenkstätten für NS-Opfer
  4. Adressen zur weiteren Recherche

1. Ehemalige Gasmordanstalten (T4)

Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde in Brandenburg/Havel

Gedenkstätte für die Opfer der "Euthanasie"-Morde in Brandenburg/HavelAm 17.08.2012 fand die feierliche Eröffnung der Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde in Brandenburg/Havel statt. Ergänzend finden Sie dazu unser Grußwort und Artikel.

Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“-Morde in Brandenburg/Havel
Nicolaiplatz 28
14770 Brandenburg an der Havel

Tel. 03381-7935112
E-Mail: brandenburg@stiftung-bg.de

Internet: www.stiftung-bg.de

Öffnungszeiten

Do + Fr 13 bis 17 Uhr, Sa + So 10 bis 17 Uhr

Mi + Do 9 bis 13 Uhr Führungen und Projektangebote zum Thema „Der NS-Krankenmord in Brandenburg/Havel“ für Schulklassen

Anfahrt

Ab Brandenburg Hbf. Tram 1, 2 oder 6 bis Haltestelle Nicolaiplatz

Führungen auf Anmeldung

E-Mail: brandenburg@stiftung-bg.de


Gedenkstätte Hadamar

„15.000 Menschen wurden im Rahmen der NS-„Euthanasie“-Verbrechen in Hadamar ermordet. Das Gedenken an die Opfer ist uns Verpflichtung.“ (Aus der Einführungsseite.)

Gedenkstätte Hadamar
Mönchberg 8
D – 65589 Hadamar

Tel.: 06433/917172
Fax: 06433/917175
E-Mail: gedenkstaette-hadamar(at)lwv-hessen.de

Internet: www.gedenkstaette-hadamar.de


Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

In der für ihre humanistische Tradition berühmten ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein ermordeten die Nationalsozialisten in den Jahren 1940 und 1941 etwa 15 000 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen. Sie wurden im Rahmen der „Euthanasie“-Aktion „T 4“ in einer Gaskammer umgebracht. Erst nach 1989 drang der fast vergessene Massenmord allmählich wieder in das öffentliche Bewusstsein.

Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Schlosspark 11
D – 01796 Pirna

Tel.: 03501 / 710960
Fax: 03501 / 710969

Internet: www.stsg.de


Gedenkstätte Grafeneck

Für die Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus Baden-Württemberg

In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion „T4“. In einem Jahr wurden hier unter nationalsozialistischer Herrschaft 10.654 Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ermordet. Heute existiert in Grafeneck eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum zur Erinnerung an die Opfer und gegen das Vergessen in den Diskussionen der Gegenwart.

Gedenkstätte Grafeneck
Grafeneck 3
D – 72532 Gomadingen

Tel.: 07385 / 966 206
Fax: 07385 / 966 208
E-Mail: info(at)gedenkstaette-grafeneck.de

Internet: www.gedenkstaette-grafeneck.de


Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg

In Bernburg befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus eine der sechs „Euthanasie“-Anstalten, in denen kranke und behinderte Menschen sowie Häftlinge aus Konzentrationslagern getötet wurden. Die u.a. noch erhaltene Gaskammer im Keller bildet heute den Kernbereich der Gedenkstätte für die Opfer dieser Mordaktionen.

Neben Führungen nach Anmeldung finden in der Gedenkstätte auch Seminare zu speziellen Themen, Lesungen und andere Veranstaltungen statt.

Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg
c/o Fachklinikum Bernburg
Olga-Benario-Str. 16/18
D- 06406 Bernburg

Tel.: 03471 / 31 98 16
Fax: +49 3471 6409691
E-Mail: info-bernburg(at)stgs.sachsen-anhalt.de

Internet: www.gedenkstaette-bernburg.de bzw. https://gedenkstaette-bernburg.sachsen-anhalt.de/


Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ 1940-44

Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Schlossstr. 1
A 4072 Alkoven

Tel.: ++43 (0)7274 / 6536-546
Fax: ++43 (0)7274 / 6536-548

Internet: www.schloss-hartheim.at


2. Weitere Gedenkstätten zum Thema „Euthanasie“ und Zwangssterilisierung

Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie“ in Lüneburg

Im Jahre 2001 wurde das Landeskrankenhaus Lüneburg (ab 2007 Psychiatrische Klinik Lüneburg) 100 Jahre alt. Auch die Zeit des Nationalsozialismus wurde bei den Jubiläumsaktivitäten angemessen berücksichtigt. Dazu gehörte neben der Festschrift die Überzeugung, dass auf dem Anstaltsgelände ein Ort für ein dauerhaftes Gedenken an die Opfer der NS-Psychiatrie zu schaffen sei.

In den Häusern 23 und 25 der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg wurden 1941 bis Kriegsende über 300 Kinder in der „Kinderfachabteilung“ getötet. Diese historischen Orte standen für eine Gedenkstätte nicht zur Verfügung, wohl aber das Wasserturmgebäude im Zentrum des weitläufigen Geländes.

Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie“ in Lüneburg
Am Wienebütteler Weg 1
21339 Lüneburg

Tel.: +49 (0)4131 / 60-1022

Internet: www.pk.lueneburg.de/gedenkstaette


„Alte Pathologie Wehnen“ Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“

Das kleine, rote Backsteinhaus auf dem Gelände des heutigen Niedersächsischen Landeskrankenhauses Wehnen wurde im Jahr 1880 errichtet.
Schon der kreuzförmig angedeutete Grundriss weist auf die ursprüngliche Nutzung als Leichenhalle hin. Doch ab 1936 gibt es eine Veränderung: Das Gebäude wird ab diesem Zeitpunkt als Pathologie genutzt. Psychiatrische „Fachärzte“, die sich an der sozialdarwinistischen NS-Gesundheitspolitik orientieren, sind auf der Suche nach Beweisen für ihre rassistischen Wahnideen. Damit zeichnen sie sich reichsweit durch einen vorauseilenden Gehorsam bezüglich der erst ab 1939 gültigen Gesetze aus. Es ist der Beginn des dunkelsten Kapitels der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen, bei dem „Euthanasie“ und Hungertod im Mittelpunkt stehen.
Die Gedenkstätte „Alte Pathologie“ versteht sich als Ort der Dokumentation und Aufklärung, der Rehabilitation und Recherche.

Gedenkkreis Wehnen e.V.
Alte Pathologie Wehnen
Hermann-Ehlers-Straße 7
26160 Bad Zwischenahn

Internet: http://gedenkkreis.de/gedenkstaette


3. Weitere Gedenkstätten für NS-Opfer

In ganz Deutschland gibt es zahlreiche weitere NS-Gedenkstätten. Zu Vereinfachung werden diese hier nicht aufgelistet, sondern wir verweisen auf die Adressenübersicht anderer Institutionen:



4. Adressen zur weiteren Recherche

Das Bundesarchiv

In der Abteilung Deutsches Reich werden die 1990 im ehemaligen „NS-Archiv“ des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR entdeckten 30.000 Patientenakten der ersten Phase der sogenannten „Euthanasie“ verwahrt (die übrigen 40.000 Akten müssen als vernichtet gelten). Diese Patientenakten unterstehen gemäß den Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes besonderen Benutzungsbedingungen. Sie können für wissenschaftliche Forschungsvorhaben sowie von den nächsten Angehörigen zur Wahrnehmung berechtigter Belange eingesehen werden.

Bundesarchiv
Abteilung Deutsches Reich
Finckensteinallee 63
12205 Berlin

Telefon: 03018/7770-0
Fax: 03018/7770-111
E-Mail: berlin(at)bundesarchiv.de

Archivfachlicher Dienst
Telefon: 03018/7770-420 oder -411

Internet: www.bundesarchiv.de