Stand: 12.05.17

Hier finden Sie (un-)regelmässig Neuigkeiten zum Thema Euthanasie, Zwangssterilisierung und zu unserer Arbeit. Falls Sie etwas zu dieser Rubrik beitragen möchten, nehmen wir dies gerne entgegen!

Infos bitte an E-Post: webmeister(at)ag-bez.de

 

Aktuell 2017:

20.06.17, Berlin: Buchvorstellung: »Ausgegrenzt! Warum? Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-›Euthanasie‹ in der Bundesrepublik Deutschland«

Buchcover AusgegrenztVorstellung des Mitte Mai 2017 erscheinenden Buches: »Ausgegrenzt! Warum? Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-›Euthanasie‹ in der Bundesrepublik Deutschland« von Margret Hamm

Zeit: 20. Juni 2017, 19 Uhr

Ort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors,
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin-Kreuzberg

Eintritt frei

Inhalt:
Jahrzehntelang hatten die Opfer von Zwangssterilisation und »Euthanasie« geschwiegen. Erst viele Jahre nach ihrer Verfolgung im NS-Staat fanden einige von ihnen die Kraft, die Stimme zu erheben und für ihre Anerkennung zu kämpfen.

Als sie 1987 den Bund der »Euthanasie«-Geschädigten und Zwangssterilisierten gründeten, konnten sie ihre Interessen erstmals politisch und gesellschaftlich vernehmbar vertreten. Doch ihre Aktivitäten stießen auf Widerstände, da Mechanismen und Strukturen der Ausgrenzung die NS-Zeit überdauert hatten. Denkmuster von »lebensunwertem« Leben wirkten über Jahrzehnte in der Bundesrepublik fort – und behaupten sich bis in die Gegenwart.

Programm:

Begrüßung
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«

Lesung einzelner Biografien
Linn Sanders und Andreas Pfaffenberger, Schauspieler

Kommentar
Margret Hamm, Herausgeberin, Arbeitsgemeinschaft Bund der »Euthanasie«-Geschädigten und Zwangssterilisierten

PDF Einladungskarte im PDF-Format


05.04.17: Kampf für Reform der Psychiatrie – NS-Opfer Dorothea Buck wird 100

Von Stephanie Lettgen, dpa

Zwangssterilisation, Dauerbäder, Beruhigungsspritzen – in der NS-Zeit erlebt die psychisch erkrankte Dorothea Buck Schreckliches. Seither setzt sich die Hamburger Bildhauerin und Autorin unermüdlich für Veränderungen in der Psychiatrie ein. Nun feiert sie den 100. Geburtstag.

Anm.: Klara Nowak und Dorothea Buck gründeten zusammen mit anderen Betroffenen 1987 den Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten (BEZ).

Zum Artikel zum 100. Geburtstag von Dorothea Buck


31.03.17: Brief der AG BEZ an Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europo in Schleswig-Holstein zum Thema Namensnennung von Opfern

Am 07.12.16 schrieb die Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten (AG BEZ) einen Brief an Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein, zum Thema Arbeitskreis Cap Arcona / Neustadt Holstein und Namensnennung von Opfern. Nachfolgend veröffentlichen wir unser Schreiben inkl. Antwort der Ministerin vom 18.01.17. Auf Wunsch der Ministerin wurden die letzten 3 Zeilen des Briefes für die Veröffentlichung geschwärzt.

PDF Brief der AG BEZ an Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europo in Schleswig-Holstein inkl. Antwortschreiben der Ministerin.
5 Seiten, PDF-Format


21.02.17: Filmvorführung „Hygiène raciale, des victimes oubliées du nazisme“ de Guillaume Dreyfus am 02.03.17 in Paris

Cover zum Film „Hygiène Racial“ – Des victimes oubliées du nazismeZeit: 02.03.17, 19:30 à 21:30

En présence de Guillaume Dreyfus, réalisateur, Benoît Massin, chercheur en histoire des sciences, Magret Hamm, présidente de l’association des victimes en Allemagne BEZ (Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten).

Ort: Mémorial de la Shoah (Auditorium E.J. Safra)
17, rue Geoffroy l’Asnier
75004 Paris

Tél : + 33 (0)1 42 77 44 72
Mail: contact@memorialdelashoah.org

Résumé:
En 1905 est fondée à Berlin la Société pour l’hygiène raciale. La loi du 14 juillet 1933 dite „loi de prévention des maladies héréditaires“ va conduire à la stérilisation forcée de 400 000 personnes. Puis, à partir de 1940, l’élimination des „vies indignes d’être vécues“ est mise en œuvre. Dans le cadre de ces différents programmes, près de 300.000 personnes seront assassinées.

– Ausführliche Informationen und Ticketreservierung

– Film: „Hygiène Raciale“ – Des victimes oubliées du nazisme


02.02.17: Schulderklärung der Evangelischen Gehörlosenseelsorge zum Verhalten von Taubstummenseelsorgern in der Zeit des Nationalsozialismus zur Frage der Zwangssterilisation

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge (DAFEG)Am 13. Oktober 2016 in Beuggen hat die Evangelische Gehörlosenseelsorge auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge (DAFEG) eine bemerkenswerte Schulderklärung zum Verhalten von Taubstummenseelsorgern in der Zeit des Nationalsozialismus zur Frage der Zwangssterilisation verabschiedet.

Nachfolgend finden Sie die Erklärung sowie ergänzend das Merkblatt „Wort an die erbkranken evangelischen Taubstummen“ vom „Reichsverband der evangelischen Taubstummenseelsorger Deutschland“ von 1936.

PDF-Symbol Schulderklärung der Evangelischen Gehörlosenseelsorge zum Verhalten von Taubstummenseelsorgern in der Zeit des Nationalsozialismus zur Frage der Zwangssterilisation
Verabschiedet auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge (DAFEG) am 13.10.2016 in Beuggen.
(2 Seiten, PDF-Format)

Merkblatt „Wort an die erbkranken evangelischen Taubstummen“ vom „Reichsverband der evangelischen Taubstummenseelsorger Deutschland“ von 1936

Siehe ergänzend:

Thema Zwansgsterilisation auf der Webseite der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge (DAFEG) mit ergänzenden Materialien und Videos dazu in Gebärdensprache.

Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 (Erbgesundheitsgesetz)


25.01.17: Gedenkveranstaltung am 18.02.2017: Gehörlose Opfer der Zwangssterilisation und der Euthanasie in der NS-Zeit

Bild Wewelsburg im Winter, Copyright: Archiv Kreismuseum WewelsburgGedenkveranstaltung mit Filmvorführung und Buchvorstellung

mit Helmut Vogel, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.,
Margret Hamm, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten,
sowie Elisabeth Brockmann, Autorin

Ort: Kreismuseum Wewelsburg (im Burgsaal der Wewelsburg)
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg

Zeit: 18.02.2017, 15.00 Uhr

Einlass ab 14 Uhr, Gelegenheit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen,

Dauer: ca. 2 Std., Eintritt frei

Ausführliche Informationen auf der Webseite der Wewelsburg

Siehe ergänzend auf unserer Seite den Film: „Gehörlose Opfer der Zwangssterilisationen und „Euthanasie“ in der NS-Zeit“



PM 18.01.17: Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

„Opfer kommen nicht zu Wort“ – Breites Bündnis aus Betroffenen-Verbänden und Medizin-Fachleuten kritisiert mangelhafte Einbindung von euthanasiegeschädigten und zwangssterilisierten Menschen in den Gedenktag

Deutscher BundestagBerlin 18.01.17 – Seit 1996 gedenkt der Deutsche Bundestag am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, der Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr soll der Opfer von Zwangssterilisation und Euthanasie gedacht werden. Ein breites Bündnis aus Betroffenen-Verbänden und Medizin-Fachleuten kritisiert den Bundestag, dass die noch lebenden Opfer nur als Zaungäste eingeladen wurden und renommierte Persönlichkeiten wie z.B. Dorothea Buck gar keine Einladung erhielten.

Weiter zur Pressemitteilung „Opfer kommen nicht zu Wort“ vom 18.01.17


Ältere Meldungen 2009 – 2016

Alle älteren Meldungen von 2009 bis 2016 zum Thema Euthanasie, Zwangssterilisation und der Arbeit der AG-BEZ finden Sie in unserem Archiv.